Jeden Mai pilgern aus ganz Europa und anderen Kontinenten verschiedene Zigeunergruppen wie Roma, Manuschen, Sinti, Jenische...hierher, um die schwarze Sara, ihre Schutzheilige zu verehren. Sie bevölkern mit ihren Wohnwagen die Strassen, die Plätze und die Küste. Während 8-10 Tagen sind sie hier zu Hause.

Die Wallfahrt ist auch das Fest des Wiedersehens und die Mehrheit der Kinder werden in der Kirche der Heiligen getauft. Jeden 24. Mai wird die Statue der heiligen Sara von einer ausgewählten Gruppe Zigeuner aus Dankbarkeit der Ankunft ihrer Schutzheiligen in Saintes-Maries, feierlich zum Meer getragen, die anderen folgen in einer Prozession. Auf dem Rückweg zur Kirche begleitet die Prozession Beifalls- und Jubelrufe, Zigeunermusik auf typischen Instrumenten und das Glockengeläut von der Kirche.

Die Statue der Sara findet man in der Krypta rechts neben dem Altar. Sie ist in bunte Gewänder gehüllt und mit Schmuck übersät.

Seit dem 12. Jahrhundert ist Saintes Maries ein Wallfahrtsort. Die Schreine der Heiligen wurden 1448 dank einer angeordneten Ausgrabung von König René gehoben und werden seitdem speziell während 2 Wallfahrten verehrt.

Die bekannteste findet immer am 24. und 25. Mai unter der Beteiligung der Zigeuner statt, wobei der 25. den Heiligen des Dorfes gewidmet ist. Maria Jakobäa und Maria Salome werden in einer Prozession feierlich zum Meer getragen. Die Barke mit den Statuen, getragen von Zigeunern, umringt von der Menge der Gläubigen, den Arleserinnen und den gGrdians in ihren traditionellen Trachten und den Pilgern aus der ganzen Welt, wird von den Bischöfen gesegnet. Während beider Tage finden in der Kirche viele Gottesdienste und Gebete statt.

Die zweite Wallfahrt findet am dem Sonntag statt, welcher dem 22. Oktober, Tag der Maria Salome, am nächsten liegt. Sie hat nicht die gleiche Bedeutung, da an dieser nur die einheimische Bevölkerung teil nimmt.