Von seinem natürlichen Lebensraum geformt, ist der Camargue Stier eine Tier einer rustikalen Rasse. Die Rinder der Camargue leben fast wild in Herden den "manades" und ihr Aufzucht- und Auslaufgebiet sind das Grasland und die Sumpfgebiete der Camargue. Mit seinem schlanken Körper und Kopf übersteigt sein Schulterhöhe kaum 1,30 Meter. Sein Fell ist ist immer sehr dunkelfarbig - braun bis schwarz. Die Hörner, die typische Erkennungsmarke dieser Rasse, sind sehr lang, spitz zulaufend und - vorwiegend bei den weiblichen Tieren - in Form einer perfekten Lyra gebogen.

Der Camargue Stier konnte nie als Hoftier gezähmt werden. Sein Überleben verdankt er ausschliesslich den Einsatz während der Stierkämpfe und Feste. Wendig und widerstandsfähig werden heute etwa 15.000 Stiere von 120 manadiers (Stier- und Pferdehirt) aufgezogen.

Die Aufzucht der Stiere, wie auch der Pferde, ist sehr arbeitsintensif.

Erst Ende der 90-er Jahre wurde das Stierfleisch als seltene Rindfleischspezialität mit der Ursprungsurkund (A.O.C.) ausgezeichnet.

Der Lebensraum des Stieres, wo er, in Herden lebend, weitgehend in fast vollkommener Freiheit grast, sind die nicht zu kultivierenden Landschaften in denen nur Schilf, Salicornia (Salzkraut) und Triangel (Bockshornklee) ... wächst die einzigen Futterpflanzen der Stiere.

Wie das Fohlen werden auch dem Kalb mit einem Jahr das Zeichen des Besitzers eingebrannt. Ferrade (von fer = Eisen) wird der ganze Vorgang des Brandmarkens genannt.