Nicht weit von der Mündung der Petit-Rhone erbaut, hatte die Kirche von Saintes-Maries-de-la-Mer eine wichtige strategische Aufgabe, da es während ihrer Errichtung zwischen dem 9. und 12. JH, häufig Piratenangriffe gab und man die Küste gegen drohende Invasionen verteidigen musste.

Die Wehrkirche überragt die Stadt und man kann ihre Zinnen schon von weitem (10km) sehen, wenn man sich der Stadt nähert. Sie ist eine wirkliche Festung mit einem einfachen geraden, 15 m hohen, Kirchenschiff, es gibt keine Seitenkapellen. Rund um das Dach verläuft ein mit Zinnen und Erkern versehener vorkragender Wehrgang der als Wachturm diente. Durch das Fenster oberhalb des Chorbogens und der Apsis öffnet sich zum Kirchenschiff die "Oberkapelle" unter dem halbkreisförmigen Glockenturm, ehemals Saal für das Wachpersonal. Dir Kirchenmauer ist mit Schiessscharten durchsetzt. Bei Belagerungen diente die Kirche der Bevölkerung als Zuflucht, ein Süßwasserbrunnen im In neren sicherte ihnen das Uberleben. An der Rückwand der Krypta, steht rechts des Altars die Statue der heiligen Sara, der Patronin der Zigeuner. Man beachte auch den Heidnischen Altar des 4. Jahrhunderts vor Christus.