Das Camargue-Pferd, erkennt man an seiner gedrungenen Schulterhöhe von 135 bis 142 cm, seinen rustikalen Skelett und starkgliedrigen Körperbau und seinem groben, schweren Kopf. Die Fohlen sind bei der Geburt kastanienbraun und werden im Lauf der Zeit immer heller, bis sie schließlich im Alter von 4-5 Jahren fast weiß sind.

Das Camargue-Pferd zeichnet sich durch eine ungewönlich hohe Widerstandskraft aus, da es in beinahe unbeschränkter Freiheit im Sommer wie im Winter im Schwemmland und um die Salzlagunen lebt. Die "manades" (Herden) bestehen aus einer bestimmten Anzahl von Zuchtstuten und einem Hengst ; die Fohlen kommen in voller Freiheit zwischen April und Juli auf die Welt. Dem Fohlen wird im Alter von einem Jahr das Zeichen des Besitzers eingebrannt und es wird von seiner Mutter getrennt.

Mit 3 Jahren wird es von den "gardians" (Viehhirten) eingefangen und die schwierige den Hirten viel Geduld abverlangende Dressur beginnt. Jeden Tag gilt es mehr Vertrauen zwischen Mensch und Tier aufzubauen.
Das Pferd wird mit am Hals anliegende Zügel gefürt, es erlaubt somit dem Hirten eine freie rechte Hand. In den meisten Herden werden nur die Hengste dressiert, die Stuten werden hauptsächlich für die Weiterzucht aufgezogen.

Seit dem 17. März 1978 ist das Camargue-Pferd, von der nationalen Gestütvereinigung offiziell als Rasse anerkannt. Es hat seinen Stammbaum und die Züchter sind in der l'A.E.C.R.C. (Association des Eleveurs de Chevaux de Race Camargue) dem Zuchtverband des Camargue-Rassepferdes vereint.